Quote.fm – Ein persönliches Zwischenfazit

Quote.fm ist der neue heiße Scheiß – wenn man denen glaubt, die um eine Einladung betteln. Gewollt ist das von den Machern nicht, diese lieben einfach gute Texte. Auch ich war ziemlich heiß darauf, einen Account bei Quote.fm zu besitzen und nicht nur als “Zuschauer” der Sache beizuwohnen. Eigentlich Schwachsinn, denn auch als nicht registrierter Besucher kann ich den Dienst sehr gut nutzen, nur eben keine eigenen Quotes einstellen, andere Liken, etc. (Mittlerweile kann man sich auch als Apprentice registrieren und hat damit das Gefühl “dabei zu sein”.)

Ich habe also an der Aktion von Markus Bertling teilgenommen, drei von mir empfohlene Texte mit entsprechenden Quotes in seine Kommentare geschrieben und kurze Zeit später meinen Invite-Code gehabt.

Irgendwie ist das ganze aber nun sehr unspektakulär. Ich folge vielen Leuten, lese viele und mehr gute Texte als vorher, kritzel hin und wieder einen Quote in meinen Account und das war es. Ganz ehrlich: den wichtigsten Teil (den mit mehr guten Texten) hätte ich auch als Besucher (oder heute als Apprentice) haben können. Bisher ist mir kaum jemand der anderen User gefolgt, ich hab mich irgendwie ziemlich allein gefühlt auf Quote.fm.

Ich hab mich gefragt, woran das liegen mag, ob meine Quotes vielleicht einfach zu schlecht sind. Die Qualität auf Quote.fm ist halt unheimlich hoch, höher als von den üblichen Linkschleudern gewohnt. Da dürfte es durchaus berechtigt sein, sich zu fragen, was vom eigenen Lesegeschmack diesen hohen Anspruch überhaupt erfüllt.

Seit man als Apprentice teilnehmen kann, mehrt sich zwar die Zahl meiner Follower, die meisten davon dürften aber nur unterschwellig auf der Suche nach Invites sein.

Ich werde mir das ganze noch eine Zeit lang anschauen, fleißig weiter von mir als hochwertig eingestufte Quotes posten und bin gespannt, wohin das ganze geht. Vielleicht schütte ich mich am Ende auch nur wieder mit etlichen Links zu, wie seinerzeit bei Instapaper und lese nur einen Bruchteil davon aufmerksam und ohne “Abarbeitungsgefühl”.

Und auch wenn ich damit eine unpopuläre Meinung vertrete: Ich halte die Apprentice-Accounts für überflüssig wie einen Kropf. Nutzbar war die Plattform auch ohne und in meinen Augen haben sich die Macher damit letztendlich dem Druck einer Masse gebeugt, auf die sie gar nicht angewiesen sind/sein wollten.

1 Kommentar

  1. Naja, dein letzter Absatz ist fragwürdig. Es ist weniger dem Druck der Masse beugen, als gucken, was Leute wollen und entscheiden, ob es klug ist. Es ist klug sich eine eigene Timeline zusammenstellen zu können. Und es tut niemandem weh. Es hat also einen Vorteil und kann dadurch gar nicht überflüssig sein.