Hilfe für Schlecker-Mitarbeiter gescheitert

Die Hilfe für ehemalige Schlecker-Mitarbeiter in Form einer durch den Staat verbürgten Auffanggesellschaft ist vorerst gescheitert – und ich bin froh drüber.

Warum?

Bei den meisten Mitarbeiterinnen in den Filialen von Schlecker dürfte es sich zumindest subjektiv gefühlt um (mutmaßlich) junge alleinstehende Mütter oder Damen im fortgeschrittenen Alter gehandelt haben. Ein großer Teil davon wird entweder zu wenig verdient haben, um ohne ALG 2-Aufstockung zu überleben (siehe die jungen Mütter) oder am Rande des Existenzminimums nicht mehr am sozialen Leben teilgehabt haben (siehe die älteren Damen).

Fragt sich, inwieweit eine Transfergesellschaft für diese ohnehin schwierigen Klientel eine Verbesserung hätte bringen sollen. “Makel” wie Kinder oder fortgeschrittenes Alter lassen sich eben nicht mal kurz durch einen Schreibmaschinenkurs beseitigen. Wer genügend Potenzial besitzt, wird sicher schnell wieder eine Stelle finden, der Rest hat mit seinen Vermittlungshemnissen wahrscheinlich gute Aussichten auf eine Karriere beim Jobcenter – bis die Kinder erwachsen sind, oder die Rente eintritt.

Kurz gesagt: Meiner Meinung nach wären in eine Transfergesellschaft zum großen Teil die “Übriggebliebenen” hinein und zu einem fast genau so großen Teil wieder hinaus und in die nächste Tür zum Jobcenter gegangen.

Und was genau unterscheidet eigentlich ehemalige Schlecker-Mitarbeiter von den vielen anderen Arbeitslosen da draußen? Ist Schlecker womöglich systemrelevant und ich habe es verpasst?

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